Die Einwohnerzahl von Wittenbach wird in den kommenden Jahren ansteigen und damit ist auch mit einer Zunahme der Schulkinder zu rechnen. Heute besuchen rund 830 Kinder die Primarschule. Damit auch künftig genügend zeitgemässe Schulräume zur Verfügung stehen, hat die Gemeinde eine umfassende Schulraumplanung gestartet. Eine Projektgruppe aus den Bereichen Schule und Liegenschaften erarbeitet gemeinsam mit dem Planungsbüro Basler & Hofmann die Grundlagen für eine zukunftsgerichtete Schulraumstrategie. Diese soll zeigen, wie viele Räume künftig an welchem Standort benötigt werden. Grundlage dafür sind die erwartete Entwicklung der Schülerzahlen, die pädagogischen Anforderungen sowie der bauliche Zustand der bestehenden Schulanlagen. So können in Abstimmung mit der Ortsplanung notwendige Massnahmen frühzeitig aufgegleist werden.
Steigende Anzahl Schülerinnen und Schüler
In einem ersten Schritt wurden verschiedene Analysen durchgeführt. Dazu gehören insbesondere die Prognosen der Schülerinnenzahlen. Die Prognosen zeigen, dass bis im Jahr 2040 mit etwa 950 Schülerinnen und Schülern zu rechnen ist (siehe Grafik). Die erwartete Zunahme der Anzahl Schülerinnen hat direkte Auswirkungen auf den zukünftigen Raumbedarf. Deshalb wurde in einem weiteren Schritt untersucht, wie gut die bestehenden Schulstandorte auf diese Entwicklung vorbereitet sind.
Das Raumangebot im Überblick
Dazu wurde das Raumangebot an den drei Schulstandorten Steig, Sonnenrain/Dorf und Kronbühl untersucht. Grundlage der Analyse ist ein sogenanntes Richtraumprogramm. Es zeigt auf, welche Schulräume in welcher Grösse für die einzelnen Schulstufen benötigt werden und orientiert sich an kantonalen Empfehlungen. Dabei zeigt sich ein differenziertes Bild: An einigen Standorten beziehungsweise in einzelnen Schulstufen entspricht das Raumangebot den Anforderungen. An anderen Orten bestehen jedoch Defizite. Diese zeigen sich insbesondere bei Gruppen- und Förderräume, Arbeitsbereiche für Lehrpersonen sowie Gemeinschafts- und Spezialräume.
Schulgebäude im Fokus
Neben dem künftigen Raumbedarf spielt auch der bauliche Zustand der Schulanlagen eine wichtige Rolle in der Schulraumplanung. Das Schulhaus Kronbühl ist bekanntlich in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Deshalb ist dort ein entsprechendes Bauprojekt vorgesehen. Das Schulhaus Sonnenrain wurde erst vor sechs Jahren erstellt und befindet sich in einem entsprechend guten Zustand. Beim Schulhaus Steig wurde der bauliche Zustand vertieft untersucht. Die Analyse zeigt einen altersentsprechenden guten Zustand.
Entwicklung von Zukunftsszenarien
Mit den erarbeiteten Grundlagen beginnt nun die nächste Projektphase. Gemeinsam mit Basler & Hofmann werden verschiedene Lösungsstrategien und Szenarien entwickelt. Diese zeigen auf, wie die Schüler*innen künftig auf die einzelnen Schulstandorte verteilt werden könnten und wie mit den bestehenden Gebäuden sowie möglichen neuen Standorten umzugehen ist. Für jeden Standort wird der zukünftige Flächenbedarf ermittelt und geprüft, welche baulichen Massnahmen erforderlich sind. Die verschiedenen Varianten werden anschliessend anhand definierter Kriterien bewertet. Ziel ist es, die langfristig sinnvollste Lösung für Wittenbach zu finden und die Grundlagen für die künftige Investitionsplanung zu schaffen. Der Schlussbericht der Schulraumplanung wird gegen Ende Jahr erwartet und bildet die Basis für die weiteren politischen Entscheide.
Infoanlass
Im Herbst findet zum Thema Schulraumplanung ein öffentlicher Informationsanlass statt:
Dienstag, 3. November, 19 Uhr, Aula OZ

