Für das Wasserbauprojekt am Bruggwaldparkbach ist die kantonale Bewilligung eingetroffen. Damit ist das Projekt rechtskräftig und kann nun umgesetzt werden. Ziel ist es, die Hochwassergefahr im Siedlungsgebiet zu reduzieren und gleichzeitig einen naturnahen Bachlauf zu schaffen.

Gefahr von Überschwemmung

Der Bruggwaldparkbach entspringt im Bereich des Heiligkreuzwaldes oberhalb des Peter-und-Paul-Weges, unterquert den Heiligkreuzweg und verläuft entlang des Weges teilweise offen, teilweise eingedolt durch die Privatgärten, bevor er auf dem Gebiet der Stadt St.Gallen in die Eindolung des Heiligkreuzbaches mündet. Das Quartier Bruggwaldpark gilt gemäss der kantonalen Naturgefahrenkarte als gefährdetes Gebiet für eine mögliche Überschwemmung durch den Bruggwaldparkbach. Insbesondere bei starkem Regen droht dieser über die Ufer zu treten und das Wohngebiet zu überschwemmen. Um diese Gefahr zu vermindern, wurde das Wasserbauprojekt «Um-/Offenlegung des Bruggwaldparkbaches» ausgearbeitet. Der Bach soll aus dem Siedlungsgebiet an den Waldrand verlegt und auf der gesamten Länge von rund 450 Metern vollständig offengelegt werden. Die Wittenbacher Stimmbürger*innen haben das Projekt an der Bürgerversammlung im Mai 2018 genehmigt.

Rodungsarbeiten im September

Mit der eingetroffenen Bewilligung können nun die nächsten Schritte in Angriff genommen werden. Zunächst werden die Ausschreibungsunterlagen aktualisiert und Offerten für die Baumeisterarbeiten eingeholt. Im September wird die Ortsbürgergemeinde St.Gallen die noch notwendigen Rodungsarbeiten ausführen. Eine erste Rodung für das Projekt wurde bereits vor rund drei Jahren im Zusammenhang mit der Überbauung im Bruggwaldpark vorgezogen. Nun folgen die restlichen Arbeiten. Damit der neue Bachlauf genügend Platz erhält, muss der Waldrand auf einer Breite von rund acht bis zehn Metern gerodet werden. Das Projekt schafft mit dem neuen Bachprofil gleichzeitig die Voraussetzung für eine ökologische Aufwertung.

Abschluss etwa Mitte 2027

Ab Ende Oktober sollen die eigentlichen Tiefbauarbeiten beginnen. Im Rahmen des Wasserbauprojekts wird auch der Heiligkreuzweg zwischen Wald und Siedlungsgebiet instandgesetzt. Der Weg befindet sich derzeit in einem sanierungsbedürftigen Zustand und kann so gleichzeitig erneuert werden. Bei idealen Wetterbedingungen dürften die Arbeiten bis etwa Mitte 2027 abgeschlossen sein.