Darauf sollten Sie vor, während und nach einem SUP-Ausflug achten:
Vor dem Ausflug

  • Wetter prüfen: Informieren Sie sich über Temperaturen, Wind und mögliche Wetterumschwünge. Auf Flüssen sind zusätzlich Wasserstand und Strömung wichtig.
  • Route festlegen: Überlegen Sie vorab, wo Sie ein- und wieder aussteigen möchten. Informieren Sie sich über mögliche Gefahren auf der Strecke. Dazu gehören beispielsweise Wehre, Brückenpfeiler, starke Strömungen oder schlecht zugängliche Uferstellen. Mit genügend Vorbereitung können Sie Risiken abwägen und Gefahrenzonen meiden.
  • SUP beschriften: Vorname, Nachname und Adresse müssen gut lesbar angebracht sein. Wir empfehlen zusätzlich eine Telefonnummer. Die Beschriftung muss nicht direkt auf dem Board angebracht werden. Auch eine wasserfeste und sicher befestigte Etikette ist möglich. Wird ein SUP ohne Besitzer/-in gefunden, kann so rasch geklärt werden, wem es gehört und ob möglicherweise eine Person vermisst wird. Gleichzeitig erhöht die Beschriftung die Chance, dass ein verlorenes SUP zurückgegeben werden kann.
  • Schwimmhilfe einplanen: Auf Flüssen und mehr als 300 Meter vom Ufer entfernt müssen Sie eine geeignete Schwimmhilfe mitführen. Auch wenn gesetzlich lediglich das Mitführen vorgeschrieben ist, empfiehlt die Kantonspolizei St.Gallen, die Schwimmhilfe während der gesamten Fahrt zu tragen. Geeignete Modelle erhalten Sie im Sport- oder Wassersportfachhandel. Als geeignet gilt beispielsweise eine Schwimm- oder Rettungsweste mit mindestens 50 Newton Auftrieb.
  • Tageszeit beachten: Planen Sie Ihre Tour möglichst so, dass Sie vor Einbruch der Dunkelheit zurück sind. Bei Nacht und schlechter Sicht gelten zusätzliche Vorschriften zur Beleuchtung. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Sie rundum gut sichtbar sind und führen Sie eine geeignete Lampe mit. Dies gilt auch bei schlechter Sicht allgemein, wie beispielsweise bei Nebel.
  • Fahrtüchtig bleiben: Verzichten Sie auf Alkohol, Drogen und andere Substanzen, welche Ihre Wahrnehmung oder Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Wind, Wellen oder Strömungen können schnelles und überlegtes Handeln erfordern.
  • Andere informieren und Weiteres: Informieren Sie eine vertraute Person über Ihre Route und die geplante Rückkehrzeit und führen Sie für den Notfall ein Mobiltelefon in einer wasserdichten Hülle mit. Wenn Sie noch wenig Erfahrung haben, kann sich ein SUP-Kurs lohnen. Beachten Sie zudem, dass ein SUP ohne entsprechende Zulassung nicht motorisiert werden darf.
    Auf dem Wasser
  • Vortritt beachten: Mit dem SUP sind Sie langsamer und weniger geschützt als viele andere Wasserfahrzeuge. Beobachten Sie deshalb Ihre Umgebung und halten Sie genügend Abstand. Besonders gegenüber Vorrangschiffen, Güterschiffen, Schiffen der Berufsfischerei und Segelschiffen müssen Sie die geltenden Vortrittsregeln beachten.
  • Abstand halten: Nehmen Sie Rücksicht auf Badende, andere Wassersportlerinnen und Wassersportler sowie auf die Natur. Halten Sie mindestens 25 Meter Abstand zu Schilfbeständen und Wasserpflanzen und möglichst grossen Abstand zu Vogelgruppen und Nistplätzen. Gerade Brut- und Rastgebiete sind besonders störungsempfindlich.
  • Eingeschränkte und verbotene Gebiete: Hafeneinfahrten und Bootsanlagestellen sind zu meiden, Anlagestellen von Kursschiffen, Badeanlagen, Schutzzonen und Sperrgebiete, die mit gelben oder weissen Bojen gekennzeichnet sind, dürfen nicht befahren werden. Auch ist es nicht erlaubt, das SUP an Einrichtungen zu befestigen, die für Boote vorgesehen sind.
  • Wetter im Blick behalten: Beobachten Sie Wind, Wolken und Wellengang auch während der Fahrt. Achten Sie zudem auf orangefarbene Blinklichter am Seeufer, welche bei starkem Wind eingeschaltet werden. Suchen Sie rechtzeitig das Ufer auf und nehmen Sie Sturmwarnungen ernst. Bei schlechter Sicht, wie beispielsweise Nebel, gilt zudem das Gleiche wie bei Dunkelheit, wobei ein weisses Rundumlicht als Beleuchtung eingeschaltet und mitgeführt werden muss.
  • Leash richtig einsetzen: Auf einem See kann eine Leash verhindern, dass das SUP nach einem Sturz abtreibt. Auf Fliessgewässern soll keine gewöhnliche Fuss-Leash verwendet werden. Sie kann sich an Hindernissen verfangen und durch die Strömung zur Gefahr werden.
    Nach dem Ausflug
  • Zurückmelden: Haben Sie jemanden über Ihre Tour informiert, melden Sie sich nach der Rückkehr wieder.
  • Ausrüstung kontrollieren, reinigen und trocknen: Prüfen Sie SUP, Paddel, Schwimmhilfe und weitere Ausrüstung auf Schäden. Entfernen Sie Pflanzenreste und andere Rückstände und lassen Sie die Ausrüstung vollständig trocknen, bevor Sie diese auf einem anderen Gewässer einsetzen. Damit helfen Sie, die Verbreitung gebietsfremder Arten zwischen den St.Galler Gewässern zu verhindern.
    Gerne informieren wir Sie im nächsten Kapo-Ratgeber zu einem neuen Thema.