17. März 2026
Die Abfallstatistik der Gemeinde Wittenbach zeigt eine stabile Gesamtmenge. Pro Einwohnerin fiel im vergangenen Jahr so wenig Abfall an wie seit über zehn Jahren nicht mehr – viele Materialien konnten als Wertstoffe dem Recycling zugeführt werden.
Die jährliche Abfallstatistik erfasst die über die Sammelstellen entsorgten Abfallmenge in der Gemeinde Wittenbach. Im vergangenen Jahr fielen insgesamt rund 3’220 Tonnen Abfall an. Ein Wert, der im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht gesunken ist, in der Tendenz der letzten zehn Jahren jedoch leicht ansteigt. Die letztjährige Abfallmenge entspricht 314 Kilogramm pro Einwohnerin, was wiederum den tiefsten Pro-Kopf-Wert seit über zehn Jahren darstellt.

Über die Hälfte ist Kehricht

Mit 52% macht der Kehricht bei weitem den grössten Teil der gesamten Abfallmenge aus. Die Menge liegt etwa auf dem Niveau des Vorjahres und damit im Bereich der Corona-Jahre. Tendenziell nimmt der Anteil des Kehrichts jedoch ab. Vor zehn Jahren lag der Kehrichtanteil noch bei 57%. Dies dürfte insbesondere auf die Abfalltrennung und die separate Sammlung von Wertstoffen zurückzuführen sein. Pro Einwohnerin entstanden im letzten Jahr durchschnittlich 120 Kilogramm Haushaltskehricht. Dieser Anteil entspricht 38% der gesamten Abfallmenge, weitere 14% stammen aus dem Gewerbekehricht.

Wertstoffe als wichtige Ressource

Die Abfallstatistik wird oft auch als Wertstoffstatistik bezeichnet. Vieles, was im Alltag als Abfall gilt, kann wiederverwertet werden und hat entsprechend einen Wert. Altpapier macht 19%, Altglas 9% der gesammelten Abfallmenge aus und stellt damit den grössten Anteil der Wertstoffe dar. Hinzu kommen kleinere Mengen an Wertstoffen, etwa PET, Alteisen oder Altkleider. Diese Materialien werden dem Recycling zugeführt. Dadurch tragen sie zur Reduktion des Kehrichts bei und schonen Ressourcen. Auch finanziell lohnt sich die sorgfältige Trennung: Durch den Verkauf der Wertstoffe hat die Gemeinde im vergangenen Jahr rund 101’000 Franken eingenommen.