Herzliche Gratulation zum Turniersieg! Was bedeutet dieser Erfolg für euch?
Vielen Dank! Es ist immer noch mega surreal, dass wir dieses Turnier gewonnen haben und dann auch noch bei uns zu Hause in Wittenbach. Wir haben sehr hart dafür trainiert, umso mehr freuen wir uns, dass sich dieser Einsatz ausgezahlt hat. Mit dem Sieg steigen wir nun in den höchsten Europacup auf, vergleichbar mit der Champions League im Fussball.
Ihr wart gleichzeitig für die Organisation des Turniers verantwortlich. Du warst Spielerin und OK-Präsidentin. Wie hast du diese beiden Rollen unter einen Hut gebracht?
Das hat nur mit extrem viel Engagement von allen funktioniert. Für das Turnier haben sich viele von uns eine Woche Ferien genommen. Neben dem Spielfeld hatten wir diverse Aufgaben: das Feld vorbereiten, an der Kasse helfen, das Catering organisieren, die Teams betreuen oder Fahrdienste übernehmen. Es war unglaublich viel Arbeit und das alles neben unserem „normalen“ Leben. Aber schlussendlich machen wir das für uns, für unsere Mannschaft und für den Sport. Und wenn man dann einen solchen Erfolg feiern darf, hat sich der Aufwand mehr als gelohnt.
Ihr habt das erste internationale Softballturnier in der Schweiz organisiert. Was waren die grössten Herausforderungen?
Hätten wir das Turnier nicht organisiert, hätte es keines gegeben. Und das wäre extrem schade gewesen. Wir mussten das Turnier in relativ kurzer Zeit auf die Beine stellen. Zum Glück konnten wir auf tolle Firmen, die Gemeinde Wittenbach und viele unterstützende Helferinnen zählen. Eine Herausforderung war das Wetter: Wegen des Regens mussten wir Spiele verschieben, wodurch der Spielplan durcheinandergeriet. Trotzdem war es schön zu sehen, wie gut alle Beteiligten mitgezogen haben.
Was war für dich persönlich der Höhepunkt des Turniers?
Ganz klar der Final. Über 300 Zuschauer
innen kamen nach Wittenbach. Das war vermutlich die grösste Zuschauerzahl, die es je bei einem Softballturnier in der Schweiz gegeben hat. Dass wir vor diesem Publikum auch noch den Turniersieg holen konnten, macht den Moment unvergesslich. Mit dem Turnier in Wittenbach haben wir ein Stück Geschichte geschrieben. Da Softball in der Schweiz eine Randsportart ist, sind sich dessen wohl nicht viele bewusst.
Ihr habt mit dem Turnier auch Werbung für den Softball gemacht. Was bedeutet das für dich?
Besonders gefreut hat mich, dass viele junge Girls aus der Schweizer Softballszene nach Wittenbach kamen, um den Final zu schauen und uns anzufeuern. Zu sehen, dass wir diese Mädchen inspirieren und für unseren Sport begeistern können, hat uns sehr bewegt. Softball ist für uns viel mehr als nur ein Spiel. Wir leben diesen Sport mit unglaublich viel Leidenschaft und Herzblut und genau diese Begeisterung möchten wir weitergeben.
Der Gemeinderat gratuliert den Panthers herzlich zum grossartigen Turniersieg. Wir sind stolz, dass Wittenbach eine international erfolgreiche und engagierte Softballmannschaft beheimatet. Unser Dank gilt allen Spielerinnen, Verantwortlichen und Helfenden für ihr grosses Engagement und die wertvolle Arbeit, mit der sie diesem in der Schweiz noch wenig beachtetem Sport eine Bühne geben.
Gemeinderat